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Warum wird Fußball nicht mit Helm gespi

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NightDeal

Warum wird Fußball nicht mit Helm gespielt?

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by on Januar 28, 2012 at 10:44

Sebastian Prödl: Kieferbruch. Benedikt Höwedes: Jochbeinbruch. Neven Subotic: Mittelgesichtsbruch. Sven Bender: Kieferbruch. Klaas-Jan Huntelaar: Nasenbeinbruch. Sebastian Kehl: Jochbeinbruch.

Allein von November vergangenen Jahres bis zum ersten Bundesligaspieltag der Rückrunde erlitten sechs Bundesligaprofis Frakturen im Gesicht. Am vergangenen Spieltag traf Kaiserslauterns Dorge Kouemaha Prödl mit dem Stollenschuh mitten ins Gesicht; Höwedes wurde unabsichtlich von seinem eigenen Mannschaftskameraden Marco Höger ausgeknockt.

«Es ist schon auffällig, wie häufig sich Spieler derzeit im Gesicht verletzen», sagt Klaus Eder, Physiotherapeut der deutschen Nationalmannschaft der Welt. Die Gründe für das immer riskantere Spiel: «Es bleibt kaum noch Zeit, den Ball anzunehmen. Die hohe Spielgeschwindigkeit kann ein Grund dafür sein, dass unachtsamer gespielt wird.»

Die Beine sind geschützt, aber nicht der Kopf

Auch Herbert Fandel, Schiedsrichter-Boss beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) macht sich Sorgen: «Gerade Ellbogenvergehen haben wir seit geraumer Zeit auf der Agenda. Davon wird recht rücksichtslos Gebrauch gemacht.» Bereits vor der Saison gab der DFB seinen Schiedsrichtern mit auf den Weg, vor allem Angriffe auf das Gesicht härter zu ahnden.

Absurd ist dabei, dass sich Fußballer die Beine durch Schienbeinprotektoren schützen, den Kopf jedoch nicht – abgesehen von Ausnahmen wie dem tschechischen Torhüter Petr ?ech. News.de erkundigte sich bei Lutz-Michael Fröhlich, Abteilungsleiter Schiedsrichter beim DFB, ob sich die Kicker auf dem Platz mit Nasen- oder Kopfschutz überhaupt ohne weiteres vor gefährlichen Harakiri-Aktionen schützen dürften. «Wenn keine Gefährdung für den Spieler oder für andere Spieler von dem Schutzgegenstand, zum Beispiel einem Helm oder einer Maske ausgeht, spricht nichts dagegen», sagt Fröhlich. Es gelten dabei die Bestimmungen der Regel vier des Regelwerks, Ausrüstung der Spieler.

Schlechtes Gedächtnis für Spieler mit guter Kopfballrate

Wissenschaftler schlagen wegen des hohen Risikos beim Kopfballsspiels schon lange Alarm. Dr. Michael ?Lipton vom Albert Einstein College of Medicine in New York untersuchte die Gehirne von 34 Amateurspielern und stellte dabei fest, dass die Auswirkungen von 1000 bis 1500 Kopfbällen pro Jahr denen einer Gehirnerschütterung gleichen. Die Fußballer mit der höchsten Kopfballrate schnitten bei Tests des verbalen Gedächtnisses am schlechtesten ab und lagen auch bei der psychomotorischen Geschwindigkeit hinter den anderen Probanden.

Nach der Betrachtung des blutigen Zusammenstoßes zwischen Prödl und Kouemaha sagte Lipton: «Die Art der heftigen Verletzungen könnte durch diverse Typen von Helmen oder Kopfschützern entschärft werden.» In den vergangenen Jahren seien auch im harten American Football keine Helme benutzt worden. «In dieser Zeit», so Lipton, «waren Knochenbrüche und Hirnblutungen nicht selten – zum Teil mit fatalen Auswirkungen. Die Einführung der Helme hat diese Verletzungen reduziert.»

Für dauerhafte, leichtere Verletzungen, wie sie im American Football und auch im Fußball und Rugby vorkämen, seien Helme oder Kopfschütze ohnehin keine Lösung, weil diese Stöße selbst mit Schutz nur unzureichend abgefedert werden können. Durch häufige Kopfstöße und -verletzungen erkrankten zahlreiche Spieler der National Football League (NFL) an chronisch traumatischer Enzephalopathie (CTE). Ex-Spieler wie Chris Henry oder Dave Duerson kamen in Folge der CTE-Erkrankung gar ums Leben.

Doch um zumindest Knochenbrüche, wie zuletzt bei Prödl oder Höwedes, zu vermeiden beziehungsweise junge Fußballer am Kopf zu schützen, sollte man sich der Einführung eines Kopfprotektors nicht verschließen. Der schweizer Klub Grasshoppers Zürich testete Stirnschützer bereits 2008 bei den Junioren. Auch Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich sagt: «Das müsste man sich mal genauer anschauen.»

Quelle:
NewsSport NewsBlutende Schädel – Warum wird Fußball nicht mit Helm gespielt?

in | Sport

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Wut auf Facebook – Widerstand gegen die Chronik

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by on Januar 27, 2012 at 08:55

Die Ankündigung von Facebook war ein kleines, unauffälliges Update eines fast zwei Monate alten Eintrags auf dem Firmenblog. Auf wenigen Zeilen wurde den Nutzern ein Ultimatim verkündet, das viele als Affront empfinden. Die brisante Nachricht: In den kommenden Wochen werden alle Profile zwangsweise auf die sogenannte Timeline umgestellt, als Übergangsphase hält Facebook sieben Tage für ausreichend.

Gegen diese Entscheidung regt sich nun massenhafter Protest. Tausende Nutzer protestieren in kurzen Protestnachrichten gegen die Umstellung. «Sorry Herr Zuckerberg, aber ich finde es schlicht und ergreifend zum Kotzen, dass ich gezwungen werde, die Chronik zu nutzen. Sie vergessen wohl: Sie leben von den Nutzern und nicht umgekehrt. In Deutschland habe ich das Recht auf Meinungsfreiheit», beschwert sich beispielsweise ein Nutzer mit dem Usernamen Steven Schäfer unter der Ankündigung des Facebook-Mitarbeiters. Nutzerin Gabi Drews stimmt ihrem Vorkommentator zu: «Die Verpflichtung zur Chronik ist ein massiver Eingriff in mein Persönlichkeitsrecht und das Recht, selbst darüber zu entscheiden, welche Form von Facebook ich nutzen möchte.»

«Ich fühle mich entblößt. Ich würde gerne wissen, wie man das rückgängig machen kann. Ihr solltet die User entscheiden lassen, ob sie die Chronik nutzen wollen oder nicht», schreibt Axel Core. Und Jonathon Johnson hat einen guten Rat: «Liebes Facebook, es scheint so, als tust du alles in deiner Macht stehende, um zu sein wie MySpace. Bitte hör auf damit. Ich weiß nicht, ob du es wusstest, aber sie sind grandios gescheitert.»

Datenschützer warnen vor der Chronik

In der «Chronik» können Nutzer die Einträge ihrer Freunde auch über Jahre zurück abrufen – und dabei gezielt in Jahren oder auch Monaten nachschlagen. Stellt ein Nutzer die Möglichkeit nicht ab, so wird unter anderem auch sichtbar, wann er sich mit anderen Nutzern via Facebook «befreundet» hat. Außerdem versucht Facebook, über die interaktiven Lebensläufe an historisches Material seiner weltweit gut 800 Millionen Nutzer zu gelangen: Sie haben nun die Möglichkeit, Fotos aus ihrer eigenen Vergangenheit nachzutragen – bis zur Geburt.

Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass man nicht über längere Zeit zwei Darstellungsoptionen weiterentwickeln könne. Nutzer, die ihren Account bereits freiwillig auf die neue Timeline umgestellt hatten, wurde die Rückkehr zur alten Option verweigert. Doch es gibt offenbar Tricks, wie man unter Umständen seine alte Darstellungsoption wiederherstellen kann. Eine für die Browser Firefox und Chrome geeignete Erweiterung präsentiert chip.de auf seinen Seiten.

Daten- und Verbraucherschützer hatten bereits vor der «Chronik» gewarnt, als Nutzer diese noch freiwillig aktivieren konnten. Mit der jetzt angekündigten Pflicht schwillt die Kritik erneut an. «Die Hauptgefahr besteht wohl darin, dass der Nutzer angeregt oder angeleitet wird, aus seiner Vita Daten preiszugeben, die er zuvor nicht preisgegeben hätte», sagte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar der Nachrichtenagentur dapd. Damit werde der Nutzer immer transparenter.

Derweil machen sich schon erste zwielichtige Unternehmungen den Ärger der Nutzer zueigen. Seit der Ankündigung der Timeline-Option Mitte Dezember vergangenen Jahres häufen sich die Fälle, in denen offensichtlich Betrüger mit dem Versprechen, zur alten Darstellung zurückkehren zu können, an Nutzerdaten gelangen wollen. Dafür haben sie Facebook-Apps programmiert, die nach der Anmeldung ungewöhnlich umfangreiche Datenfreigaben von den Nutzern verlangen.

Quelle:
NewsMedien NewsWut auf Facebook – Widerstand gegen die Chronik

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Bigpoint

Die nacktesten Bilder von Micaela Schäfer

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by on Januar 25, 2012 at 12:47

FunDoradoEs ist die eine Frage, die die Nation in diesen Tagen beschäftigt: Warum in aller Welt ist Dschungelcamp-Kandidatin Micaela Schäfer fast immer nackt? Hat sie überhaupt Kleidungsstücke, von ihren knappen Einteilern à la Borat einmal abgesehen, mit in den Dschungel genommen? Anscheinend nicht. Stattdessen will Micaela mit nackten Tatsachen punkten. Schon vor ihrem Einzug frohlockte sie mit der Aussage: «Ungeschminkt bin ich auch nicht unattraktiv … Weniger ist manchmal mehr.»

Dass sie das unweigerlich zu ihrem Urwald-Motto gemacht hat, ist offensichtlich. Der Kampf um die Dschungelkrone geht nur über das Campnakedei. Bei ihren Dschungelcamp-Mitbewohnern kommt das nicht immer so gut an, wie Micaela es vielleicht denkt: Nicht nur einmal wurde sie zum Mittelpunkt von fiesen Lästerattacken.

Zwischen Teich und Matratze

Was sollten die Promis von ihrer fast nackten Leidensgenossin auch halten? Da nimmt sie Nippel-Hütchen als Luxusgestand mit ins Camp, stürzt sich sofort in den Badeteich, um sich auch kräftig einzuseifen, lockt Kugelblitz Ailton auf die Matratze und tritt nahezu unbekleidet zur Dschungelprüfung an.

Doch kann man ihr das verübeln? Nein! Micaela Schäfer ist im Camp doch die Einzige, die sich perfekt in Szene setzt. Sie hat das Konzept verstanden. Sie weiß, dass sie mit ihren Reizen punkten und sich somit vermarkten kann. Und das ist genau das, was der Rest der Truppe auch will – aber nicht schafft.

Eines ist Micaela den Zuschauern allerdings bisher schuldig geblieben: ein Blick hinter die entblößte Maskerade. Denn obwohl sie im RTL-Interview vor der Show versprach: «Ich freue mich, dass die Menschen auch mal hinter meine Fassade blicken dürfen. Und ich glaube, alle werden sehr überrascht sein», ist davon bislang nicht viel zu sehen gewesen. Ganz im Gegenteil: Micaela bleibt stets in der Rolle des Erotikmodels, der Nackt-DJane, der Camp-Nudistin, die eben auch ohne Kleidungsstücke zu nennende Kleidungsstücke zur Dschungelprüfung antritt. Image ist für sie alles. Und ihre operierten Brüste gehören nun einmal dazu.

Quelle:
NewsMedien NewsDschungelcamp – Die nacktesten Bilder von Micaela Schäfer

in | TV, Promis

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Wenn Politiker nicht genug kriegen können

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by on Januar 25, 2012 at 12:39

Die Debatte um immer frechere Diätenerhöhung unserer Politiker geht in eine neue Runde. Im Dezember 2011 planten CDU, SPD und Grüne in Nordrhein-Westfalen per Schnellverfahren eine Erhöhung der Abgeordnetendiäten. Auf 500 Euro mehr im Monat hatte man sich schnell geeinigt. Insgesamt würden die Landtagsabgeordneten in NRW dann ein monatliches Salär von 10.700 Euro einstreichen. Das Unfassbare: Erst im Sommer 2011 gönnten sie sich die letzte Erhöhung ihrer Bezüge.

Als Grund für das erneute und eilig durchzuboxende Heraufsetzen ihrer Diäten gaben die Politiker an, ihre Altersversorgung aufbessern zu wollen. Diese ist abhängig von dem, was sie verdienen. Und tatsächlich schwankt die Höhe der Abgeordnetenbezüge von Bundesland zu Bundesland stark.

Am wenigsten bekommen die Abgeordneten in Hamburg (2456 Euro/Monat) und Berlin (3309 Euro/Monat). Am besten geht es dagegen den Volksvertretern in Schleswig-Holstein (8490,46 Euro/Monat) und Nordrhein-Westfalen (10.226 Euro/Monat). In beiden Bundesländern müssen die Parlamentarier jedoch monatlich einen Pflichtbetrag für die Altersvorsorge verplanen. Weil diese aus Sicht der NRW-Politiker noch zu gering ausfällt, war man sich hinsichtlich der Diätenerhöhung schnell einig. Aber geht die erneute Forderung nicht über das Ziel hinaus?

Dass der Landtag auch zu Beginn des neuen Jahres an der Erhöhung der Diäten um 500 Euro festgehalten hat, geht dem Bund der Steuerzahler (BdSt) gehörig gegen den Strich. «Die Pläne der Parlamentarier sind maßlos und unverschämt. Sie würden die Abgeordneten gegenüber den Beschäftigten noch mehr privilegieren», ärgert sich der Vorsitzende vom Bund der Steuerzahler, Heinz Wirz, in Düsseldorf. Nach Auffassung des BdSt ist die Altersversorgung der Parlamentarier längst ausreichend.

Mit Protestaktion und Gutachter gegen die Diätenerhöhung

Der BdSt will den Bürgern deshalb jetzt die Möglichkeit geben, den Abgeordneten in NRW zu zeigen, was sie von der erneuten Erhöhung der Bezüge halten. Mit einer landesweiten Aktion kann gegen die Diätenerhöhung protestiert werden. Sowohl auf der Internetseite des BdSt als auch auf herkömmlichen Postkarten, die die Mitglieder des Vereins in zahlreichen Städten verteilen, können Bürger sich bei den Landtagsabgeordneten beschweren. Dabei können die Wähler «rote Karten», an die Landtagsabgeordneten verteilen, entweder digital im Netz oder als Postkarte.

«Während die Abgeordneten den Bürgern vorbeten, dass überall gespart werden muss, geben sie es für sich gerne mit vollen Händen aus», sagte eine Sprecherin des BdSt zu news.de. Doch damit nicht genug: Auch NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat mittlerweile erkannt, dass die Pensionsbezüge der Abgeordneten nicht mehr zeitgemäß sind. Ein unabhängiger Gutachter soll deshalb das System unter die Lupe nehmen.

Der Rechtswissenschaftler Heinrich Amadeus Wolff, der an der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt/Oder) lehrt, wird sich die bestehenden Strukturen anschauen und sie «rechtlich und rechtspolitisch» bewerten. Mittlerweile hat die Mehrheit im NRW-Landtag auf die Proteste reagiert: Zur Debatte steht inzwischen nur noch eine Erhöhung um 250 Euro pro Monat.

Noch brisanter wird das Thema, wenn es um die Altersversorgung der nordrhein-westfälischen Minister geht: 4142 Euro Ruhegehalt bekommen diese, wenn sie in Rente gehen. Fünf Jahre lang müssen sie das Amt ausgeführt haben, damit sie ab dem 60. Lebensjahr ein Anrecht auf diese stolze Summe haben – «ohne dass sie dafür auch nur einen Cent einzahlen mussten», kritisiert der BdSt. Nur zum Vergleich: Ein normaler Bürger, der 45 Jahre lang gearbeitet und durchschnittlich verdient hat, bekommt ab dem 67. Lebensjahr 1250 Euro Rente. Damit erhält ein Durchschnittsverdiener nur etwa ein Viertel der Altersversorgung, die ein Minister derzeit bekommt.

Höchste Zeit also, dass sich am Pensionssystem der Parlamentarier etwas ändert, fordert der BdSt. Ob das Gutachten von Wolff zu dem gleichen Ergebnis kommt, wird sich zeigen. Spätestens im Mai soll es vorliegen. Dann geht es im Streit um mögliche Diätenerhöhungen in die nächste Runde.

Quelle:
NewsPolitik NewsDiätenerhöhung – Wenn Politiker nicht genug kriegen können

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Deutsche Bahn lässt Schiffbrüchige sitzen

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by on Januar 25, 2012 at 12:34

Ohne Papiere standen sie am Bahnhof des Frankfurter Flughafens, nur in Hausschuhen und vollkommen übernächtigt. Marianne und Erwin Bleser aus dem Westerwald waren gerade von der havarierten Costa Concordia gerettet worden und wollten einfach nur nach Hause. Doch da hatten sie die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht. Eine Fahrt ohne Fahrschein und Geld? Fehlanzeige!

«Eine solche Arroganz habe ich noch nie erlebt», erzählte Marianne Bleser der Rhein-Zeitung. Ein Reisebus brachte die beiden aus dem italienischen Savona an den Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens. Doch ins 110 Kilometer entfernte Langenhahn im Westerwald sollten sie so schnell nicht kommen. Denn die Deutsche Bahn verweigerte ihnen die Mitfahrt. Schließlich hatten die Blesers ihre Wertsachen auf dem Schiff zurücklassen müssen – und mit ihnen auch das vorab gebuchte Bahnticket.

Auch Geld für eine neue Fahrkarte hatten sie nicht dabei. Nachdem sich das Schiff an der italienischen Insel Giglio den Rumpf an einem Felsen aufgeschlitzt hatte und zu sinken drohte, wollte Familie Bleser nur noch weg. An Wertsachen, Handy und Geld dachte in dem Moment verständlicherweise niemand.

Das Zugpersonal am Frankfurter Bahnhof ließ eine solche Erklärung allerdings nicht zu. Sowohl Bahnmitarbeiter als auch Zugschaffner blieben stur und warnten das Ehepaar, den Zug ohne gültige Fahrkarte zu betreten. «Wir waren so fertig, wir wussten nicht, was wir tun sollten», sagte Bleser der Rhein-Zeitung. Ihnen fehlte die Kraft zu diskutieren, also gaben sie klein bei und riefen den Sohn an, der sie abholte.

Bahn bemüht sich um Schadensbegrenzung

Seit sie nun wieder zu Hause sind, steht das Telefon der Blesers nicht mehr still. Mit den Medien möchten sie aber nicht mehr reden. Anfragen weisen sie mit der Erklärung zurück, dass ihre «Nerven derzeit einfach nur blank liegen».

Und was sagt die Deutsche Bahn zu dem Vorfall? «Wir bedauern, dass das von der Kreuzfahrt-Katastrophe betroffene Ehepaar weitere Unannehmlichkeiten auf der Heimreise erlebt hat», sagt ein Sprecher auf Anfrage von news.de, weist aber die Schuld zugleich von seinem Unternehmen: «Generell gilt in solchen Fällen, dass der Reiseveranstalter sicherstellen muss, dass seine Kunden auch in Notfällen wieder sicher nach Hause gebracht werden.»

Immerhin möchte sich die Bahn, die bisher nur aus den Medien von dem Vorfall gehört hat, schnellstmöglich mit dem Ehepaar in Verbindung setzen und sehen, was sie nachträglich für die Betroffenen tun kann. Für diese, so sagt Marianne Bleser der Rhein-Zeitung, steht jedoch fest: «Mit der Deutschen Bahn werde ich so schnell nicht mehr fahren.»

Quelle:
NewsGesellschaft News«Costa Concordia» – Deutsche Bahn lässt Schiffbrüchige sitzen

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2012.03 – Platz 1 Albumcharts Deutschland

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by on Januar 22, 2012 at 14:31

Platz 1 der Albencharts diese Woche:

Kalenderwoche 3- Jahr 2012 – 22.01.2012

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1 2 3 31 32

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