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Politiker auf Twitter «Besser als Sex»

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by on Januar 31, 2012 at 12:31

In die Öffentlichkeit trauen sich Politiker in der Regel nur dann, wenn sie an Wahlkampfständen oder in beliebten TV-Sendungen um Wählerstimmen kämpfen. Dass es sich dabei meist nur um kurzfristige Mittel zum Zweck handelt, verärgert die Bürger. Es überrascht nicht, dass die Deutschen über ihre Politiker meckern und häufig kritisieren, dass es kaum Möglichkeiten gibt, in einen echten Dialog mit ihnen zu treten.

Doch der Boom der sozialen Netzwerke zwingt auch die etablierten Parteien, sich mit den Möglichkeiten des Internets auseinanderzusetzen. Und siehe da: Plötzlich ist er gewünscht, der Kontakt zum Volk. Hinzu kommt der Erfolg der Piratenpartei, einer Generation von jungen Menschen, die es verstanden hat, das Kommunikationspotential des Internets für sich zu nutzen. Wer da weder altbacken wirken noch den Anschluss verpassen will, muss bereit sein, neue Wege zu gehen.

Einer davon heißt Twitter und ermöglicht es den Abgeordneten und Ministern politisches Tagesgeschehen zu kommentieren. Jeder Bürger, der selbst auf Twitter aktiv ist, kann die Politiker anschreiben. Nicht selten entsteht dabei auch ein kurzer Dialog. Am spannendsten wird es, wenn sich Politiker untereinander einen kleinen Schlagabtausch auf Twitter liefern.

Ein bisschen wie Fluch der Karibik

So hat der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, dieser Tage die politische Situation im Saarland kritisch kommentiert: «Gabriel schließt Rot-Grün-Rot aus und hält die Tür zur Großen Koalition sperrangelweit auf. Kämpfen für Rot-Grün geht anders!» Die Antwort der politischen Gegner ließ nicht lange auf sich warten. Diese kam vom stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Hubertus Heil: «Im Saarland solltet Ihr gemerkt haben, dass Jamaika für Euch und das Land der Fluch der Karibik ist.» Becks Konter: «Für SPD war die Große Koalition im Bund nicht gerade ein Jungbrunnen, aber Ihr sammelt Große Koalitionen wie andere Muscheln.»

Auseinandersetzungen wie diese sind keine Seltenheit. Jeder Twitternutzer kann lesen, worüber und wie politische Gegner auf Twitter über Koalitionen und Co. streiten. Insgesamt interessieren sich etwa 18.600 Leute für das, was Beck Tag für Tag in die digitale Welt schickt. Heil scharrt etwa 13.600 Anhänger hinter sich. Wer beide Politiker auf Twitter verfolgt, darf also mit bester Unterhaltung rechnen.

Erst seit September 2011 auf Twitter unterwegs ist Peter Altmaier, der Geschäftsführer der CDU/CSU. Mittlerweile lesen ihn regelmäßig etwa 6900 Twitterer. Selbst zu heißen Themen wie der Wulff-Affäre, dem Umgang mit den Journalistenfragen und den Antworten des Bundespräsidenten trägt Altmaier seine Meinung ins Internet: «Wünsche mir, dass Christian seine Anwälte an die Leine legt und die Fragen/Antworten ins Netz stellt», schrieb er auf Twitter. Damit traf Altmaier zwar den Nagel auf den Kopf, wie ihm die Mehrheit seiner Parteikollegen versicherten, bekam jedoch auch Ärger, weil er den Bundespräsidenten beim Vornamen nannte.

Soziale Netzwerke – Allheilmittel gegen die Politikverdrossenheit?

Es ist ein schwieriger Spagat, die politische Rolle und die der Privatperson glaubwürdig und authentisch ins Internet zu transportieren. Wem das gelingt, der erzielt Nähe. Und das ist es, was der Politik abhanden gekommen ist. Die Bevölkerung will sich wieder verstanden fühlen und spüren, dass sie Teil einer Demokratie ist. Dann geht sie auch zurück an die Wahlurne.

Soziale Netzwerke wie Twitter sind vielleicht nicht das Allheilmittel gegen die zunehmende Politikverdrossenheit. Aber sie können helfen, Dialoge aufzubauen, die in dieser unkomplizierten Form noch vor wenigen Jahren nicht möglich waren. Einige Politiker verraten im Internet sogar Geheimnisse aus Kindheit und Jugend oder schreiben über ihre Hobbies und das Lieblingsessen. Manch einem mag das vielleicht zu viel des Guten sein. Und doch hilft diese ungewohnte Offenheit dabei, das allzu staatstragende und volksfremde Bild eines Politikers den Wählern gegenüber zu korrigieren.

Jemand, der die sonst so starre und von Politkern gepflegte Sprache der aufgebrauchten Worthülsen durchbricht, ist die politische Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband. «Verschiedene, legitime Meinungen gegeneinander zu diskutieren ist besser als Sex», heißt es in einem ihrer letzten Twitternachrichten. Die 24-Jährige hat es verstanden, die Politik ihrer Partei rund um die Uhr zu kommunizieren. Dabei wird es nie langweilig: Offen, streitfreudig und fair lässt sich Weisband auf Diskussionen mit anderen Twitterern ein.

Ist Twitter so wichtig wie Wasser und Strom?

Auf Twitter hatte Weisband längst angedeutet, was dieser Tage offiziell vermeldet wurde: Die charismatische Hoffnungsträgerin der Piraten wird sich kein weiteres Mal als Kandidatin für den Bundesvorstand aufstellen lassen. Als Grund gibt sie gesundheitliche Probleme an. Schon auf Twitter hatte sie das in den vergangenen Tagen angedeutet.

Auch das: Eine Form von Nähe, die Weisband gegenüber ihren mehr als 17.800 Lesern auf Twitter aufrecht erhält. Peter Altmaier beantwortete den Grund für seine Twitteraktivitäten damit, dass das mittlerweile «so notwendig wie ein Anschluss für Wasser und Strom» sei. So hoch ist der Stellenwert der sozialen Netzwerke für den politischen Diskurs dann doch nicht. Aber Twitter und Co. zeigen, dass es sich lohnt, wenn Politiker lernen, sich zu überwinden und das Internet als Ort der Kommunikation verstehen und nutzen.

Quelle:
NewsPolitik NewsPolitiker auf Twitter – «Besser als Sex»

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Liebe | Ehrlichkeit

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by on Januar 31, 2012 at 12:28

Der Partner ist außer einem selbst der einzige Mensch, dem man stets die Wahrheit sagen sollte. Und dies auch nicht nur als Antwort auf eine Frage, sondern auch in der Äußerung seiner Meinung, seiner Einschätzung für Situationen sowie der eigenen Einstellungen.

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in | Liebe, Glück

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Dschungelcamp – Die Tops und Flops im Urwald

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by on Januar 30, 2012 at 12:46

Es war einmal an einem sonnigen Tag im australischen Dschungel, da zogen elf Promis in die Wildnis, um sich auf Feldbetten den Rücken zu ruinieren, vor Fernsehdeutschland absurde Ekelprüfungen zu absolvieren und schließlich von der Sintflut fast weggespült zu werden. Drei von ihnen haben all das bis zum Finale von Ich bin ein Star, holt mich hier raus! überlebt: Ochsenknecht-Sohn Rocco Stark, Casting-Sternchen Kim Debkowski und Hollywood-Star Brigitte Nielsen.

Selbstredend sind sie die Gewinner der diesjährigen Dschungelstaffel. Und das ganz zu Recht. Dabei war im Fall von Kim und Rocco anfangs nicht davon auszugehen, dass sie sich so lange so gut schlagen würden. Doch weder der Schauspieler noch die Sängerin ließen sich von der dauermotzenden Ramona Leiß und anderen unangenehmen, zumeist tierischen Urwaldbewohnern unterkriegen.

Rocco meisterte jede seiner Prüfungen, als sei sie ein Klacks, bewies viel Humor, ging aber auch keiner Konfrontation aus dem Weg. Der Ochsenknecht-Sohn, dessen Name vorher nur wenigen ein Begriff war, hat sich so zum männlichen Gewinner der sechsten Staffel gemausert. Nicht ganz unschuldig daran dürfte auch das unschuldige Techtelmechtel mit Kim gewesen sein. Auch wenn sie in der Wiedersehensshow gestern Abend betonten, nur gute Freunde zu sein, sah man kleine Funken sprühen. Kein schlechtes Image für ein Prinzenpaar.

Ohne Chance gegen Igitte Nielsen

Kim ist auch sonst eine würdige Prinzessin. Sie hat die mitunter ekligsten Prüfungen in diesem Jahr mitmachen müssen, schluckte Schweinevagina und Hirschpenis und machte ihrem neuen Beinamen Kakerlaken-Kim alle Ehre. Außerdem räumte sie mit dem oft selbst lancierten Gerücht auf, sie können ohne Schminke nicht leben. Eine Chance gegen Hollywoodstar Brigitte Nielsen hatte sie dennoch nie.

Die Dänin lag in allen Telefonvotings vorne, und das obwohl sie ihre Startschwierigkeiten hatte und sich erst einmal aklimatisieren musste.

Doch ab ihrer ersten Dschungelprüfung lieferte sie die von ihr erwartete Show. Da haben sich die Trash-TV-Erfahrungen ausgezahlt. Die Nielsen hat all den Regen, die Ekelaufgaben und Essenskabbeleien mit ihrer guten Laune einfach weggesungen und dazu noch aus dem Hollywood-Nähkästchen geplaudert. Mit «Was geht los da rein?» prägte sie den Spruch der sechsten Staffel. Und mal ehrlich: Wer einen Straußenanus mit so viel Würde essen kann wie sie, hat die Krone mehr als verdient.

Alle anderen Dschungelkandidaten haben sich nur wenig mit Ruhm bekleckert. Da gab es die männlichen Memmen – oder wie Brigitte sie in ihrem Siegerinterview nannte: «Pussycats». Rocker und «Vierfingerfaultier» Martin Kesici verließ als erster freiwillig das Camp und trat bis dahin vor allem als rülpsender, furzender und ins Camp pinkelnder Neandertaler in Erscheinung. Etwas gesitteter, aber nicht minder weichlich war Daniel Lopes. Auch er wollte eigentlich freiwillig gehen, machte dann aber doch einen Rückzieher.

Endlose Heulanfälle

Die Zuschauer nahmen ihm die Entscheidung schließlich ab, länger hätte man seine Endlosdiskussionen am Lagerfeuer und Heulanfälle wohl auch nicht ertragen. Den Bund der Weicheier komplett macht Möchtegern-Magier Vincent Raven. Er nervte nicht nur mit seinem «Corvi tecum sunt» (Die Raben sind mit uns), sondern bettelte schon nach wenigen Tagen um mehr Zigaretten, bat die Zuschauer, ihn rauszuwählen, und motzte bei täglich steigender Griesgrämigkeit die anderen grundlos an.

Mit dem Motzen kannten sich auch Ramona Leiß (oder besser Ramonator) und Jazzy alias Marlene Tackenberg bestens aus. Sie stritten nicht nur untereinander, sondern auch mit allen anderen. Ihre Lieblingsthemen: das Essen, die Schichtaufteilung, die Hygiene. Beide spielten sich dabei gerne als Führungsfiguren auf, Widerworte unerwünscht. Während die eine ihr Image der netten Fernsehgarten-Mutti ins komplette Gegenteil verkehrte, konnte die andere mit ihrem Zicken-Image nicht aufräumen. Zwei eher unsympathisch erscheinende Zeitgenossen, denen der Dschungelaufenthalt wohl eher geschadet haben dürfte.

FunDoradoEs ist die eine Frage, die die Nation in diesen Tagen beschäftigt: Warum in aller Welt ist Dschungelcamp-Kandidatin Micaela Schäfer fast immer nackt? Hat sie überhaupt Kleidungsstücke, von ihren knappen Einteilern à la Borat

Die übrigen drei Campbewohner lassen sich weder den Gewinnern noch den Weicheiern oder Zicken zuordnen. Radost Bokel, ehemaliger Kinderstar, blieb eher unscheinbar und fiel allenfalls durch ihre enge Freundschaft zu Jazzy und ihre Nein-Sagerei bei ihrer Prüfung auf. Micaela Schäfer hat ihrem Job als Erotikmodel gemäß vor allem durch permanente Nacktheit geglänzt, war davon abgesehen aber nicht besonders redselig. Und Ailton kam nach anfänglichen Lethargie leider zu spät zurück ins Spiel.

Zu gern hätte man den nach Worten ringenden «Sympathmann» mit einer Schwäche für sexy Frauen in einer Prüfung gesehen. Aber sein «rufi an, nix» ist noch vorher eingetroffen. Außer Konkurrenz liefen hingegen einmal mehr die Moderatoren Sonja Zietlow und Dirk Bach, die bissig wie eh und je weder die Promis im Camp noch so manchen Moderatorenkollegen von Häme verschonten. Dafür lieben sie die Zuschauer, bis zu 7,4 Millionen verfolgten den Ekeldschungel – und das, obwohl der große Streit oder Skandal in Staffel sechs ausblieb. Tja, einer gewinnt eben Jahr um Jahr, und das ist RTL.

Quelle:
NachrichtenMedien NachrichtenDschungelcamp – Die Tops und Flops im Urwald

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in | TV, Promis

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Dschungelcamp – Die Wahrheit hinter dem Voting

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by on Januar 30, 2012 at 12:40

Brigitte Nielsen ist Dschungelkönigin. Die Schauspielerin gewann souverän, wie es news.de übrigens schon vor dem Start der sechsten Staffel vorhergesagt hatte. «Ich freue mich so! Dschungelkönigin 2012 – habe ich nie gedacht, mein Gott! Ich bin sooo froh, oberfroh und freue mich sehr!», jubelte sie im Interview nach ihrem Triumph. Auch der bisherige Amtsinhaber scheint zufrieden mit dieser Wahl. Peer Kusmagk lobte auf bild.de: «Ich könnte mir keine bessere Nachfolgerin vorstellen. Ich bin geehrt und gerührt zugleich.»

Auch in der Gunst der Zuschauer lag die laut RTL «offiziell 48-Jährige» deutlich vorne. Das zeigen die Voting-Ergebnisse der einzelnen Sendungen, die RTL nun öffentlich gemacht hat. Fast die Hälfte der Zuschauer stimmte beim ersten Final-Voting für Brigitte Nielsen. Kim Debkowski bekam nur ein Drittel der Stimmen, rund ein Sechstel der Anrufer stimmte für Rocco Stark ab. Im zweiten Voting lag die Dänin mit 56,7 Prozent ebenfalls deutlich vor der Zweitplatzierten Kim Debkowski.

Micaela Schäfer scheitert ganz knapp

Bei allen Abstimmungen, mit denen die Zuschauer entscheiden konnten, welche Kandidaten im Camp bleiben sollen, lag Brigitte Nielsen an der Spitze. Die Schauspielerin war auch die Kandidatin, die die meisten Zuschauer von Ich bin ein Star, holt mich hier raus bei Bewährungsproben sehen wollten: Bei der Frage «Wer soll in die Dschungelprüfung» kam Brigitte Nielsen sechs Mal unter die Top3.

Neben der Bestätigung für den klaren Sieg offenbaren die Zahlen aber auch interessante Details.

So scheiterte beispielsweise Micaela Schäfer nur äußerst knapp am Einzug ins Finale. 16,01 Prozent der Anrufe reichten für sie nicht, um unter die letzten drei Dschungelcamper zu kommen. 16,88 Prozent wären genug gewesen – denn mit diesem Resultat erreichte Rocco Stark das Finale. Noch knapper erwischte es Ailton: Ihm fehlten nur 0,43 Prozentpunkte, um sich an Tag 13 zu retten – dann hätte es statt ihm Vincent Raven erwischt. Der Magier, der am Ende als Fünftplatzierter aus dem Dschungelcamp ging, lag übrigens in der Gunst der Anrufer nie unter den Top5 – da hat sich wohl einer geschickt im Hintergrund gehalten und das Beste daraus gemacht.

Kim Debkowski überholt Rocco Stark

Ebenfalls überraschend: Bei der Frage, wen die Zuschauer weiterhin im Camp sehen wollen, lag Rocco immer vor Kim Debkowski – bis zum Tag vor dem Finale, in dem er dann den Kürzeren gegen die ehemalige DSDS-Kandidatin zog. Aber die beiden Turteltauben werden einander bestimmt schon verziehen haben.

Für Micaela Schäfer hingegen erwies sich der Borat-Bikini trotz seiner modischen Fragwürdigkeit als Glücksgriff. Nur 8,1 beziehungsweise 6,1 Prozent der Anrufer hatten sich in den beiden Folgen zuvor für ihren weiteren Verbleib im Dschungelcamp ausgesprochen. Nachdem sie

im knappstmöglichen Outfit ihre Dschungelprüfung gemeistert hatte, schnellte der Wert auf 11,6 Prozent hoch. Da hat sie sich wohl doch ein bisschen Respekt erarbeitet. Oder die Zuschauer waren gespannt, ob sie beim nächsten Mal vielleicht noch weniger trägt.

Quelle:
NachrichtenMedien NachrichtenDschungelcamp – Die Wahrheit hinter dem Voting

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in | TV, Promis

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Warum wird Fußball nicht mit Helm gespielt?

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by on Januar 28, 2012 at 10:44

Sebastian Prödl: Kieferbruch. Benedikt Höwedes: Jochbeinbruch. Neven Subotic: Mittelgesichtsbruch. Sven Bender: Kieferbruch. Klaas-Jan Huntelaar: Nasenbeinbruch. Sebastian Kehl: Jochbeinbruch.

Allein von November vergangenen Jahres bis zum ersten Bundesligaspieltag der Rückrunde erlitten sechs Bundesligaprofis Frakturen im Gesicht. Am vergangenen Spieltag traf Kaiserslauterns Dorge Kouemaha Prödl mit dem Stollenschuh mitten ins Gesicht; Höwedes wurde unabsichtlich von seinem eigenen Mannschaftskameraden Marco Höger ausgeknockt.

«Es ist schon auffällig, wie häufig sich Spieler derzeit im Gesicht verletzen», sagt Klaus Eder, Physiotherapeut der deutschen Nationalmannschaft der Welt. Die Gründe für das immer riskantere Spiel: «Es bleibt kaum noch Zeit, den Ball anzunehmen. Die hohe Spielgeschwindigkeit kann ein Grund dafür sein, dass unachtsamer gespielt wird.»

Die Beine sind geschützt, aber nicht der Kopf

Auch Herbert Fandel, Schiedsrichter-Boss beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) macht sich Sorgen: «Gerade Ellbogenvergehen haben wir seit geraumer Zeit auf der Agenda. Davon wird recht rücksichtslos Gebrauch gemacht.» Bereits vor der Saison gab der DFB seinen Schiedsrichtern mit auf den Weg, vor allem Angriffe auf das Gesicht härter zu ahnden.

Absurd ist dabei, dass sich Fußballer die Beine durch Schienbeinprotektoren schützen, den Kopf jedoch nicht – abgesehen von Ausnahmen wie dem tschechischen Torhüter Petr ?ech. News.de erkundigte sich bei Lutz-Michael Fröhlich, Abteilungsleiter Schiedsrichter beim DFB, ob sich die Kicker auf dem Platz mit Nasen- oder Kopfschutz überhaupt ohne weiteres vor gefährlichen Harakiri-Aktionen schützen dürften. «Wenn keine Gefährdung für den Spieler oder für andere Spieler von dem Schutzgegenstand, zum Beispiel einem Helm oder einer Maske ausgeht, spricht nichts dagegen», sagt Fröhlich. Es gelten dabei die Bestimmungen der Regel vier des Regelwerks, Ausrüstung der Spieler.

Schlechtes Gedächtnis für Spieler mit guter Kopfballrate

Wissenschaftler schlagen wegen des hohen Risikos beim Kopfballsspiels schon lange Alarm. Dr. Michael ?Lipton vom Albert Einstein College of Medicine in New York untersuchte die Gehirne von 34 Amateurspielern und stellte dabei fest, dass die Auswirkungen von 1000 bis 1500 Kopfbällen pro Jahr denen einer Gehirnerschütterung gleichen. Die Fußballer mit der höchsten Kopfballrate schnitten bei Tests des verbalen Gedächtnisses am schlechtesten ab und lagen auch bei der psychomotorischen Geschwindigkeit hinter den anderen Probanden.

Nach der Betrachtung des blutigen Zusammenstoßes zwischen Prödl und Kouemaha sagte Lipton: «Die Art der heftigen Verletzungen könnte durch diverse Typen von Helmen oder Kopfschützern entschärft werden.» In den vergangenen Jahren seien auch im harten American Football keine Helme benutzt worden. «In dieser Zeit», so Lipton, «waren Knochenbrüche und Hirnblutungen nicht selten – zum Teil mit fatalen Auswirkungen. Die Einführung der Helme hat diese Verletzungen reduziert.»

Für dauerhafte, leichtere Verletzungen, wie sie im American Football und auch im Fußball und Rugby vorkämen, seien Helme oder Kopfschütze ohnehin keine Lösung, weil diese Stöße selbst mit Schutz nur unzureichend abgefedert werden können. Durch häufige Kopfstöße und -verletzungen erkrankten zahlreiche Spieler der National Football League (NFL) an chronisch traumatischer Enzephalopathie (CTE). Ex-Spieler wie Chris Henry oder Dave Duerson kamen in Folge der CTE-Erkrankung gar ums Leben.

Doch um zumindest Knochenbrüche, wie zuletzt bei Prödl oder Höwedes, zu vermeiden beziehungsweise junge Fußballer am Kopf zu schützen, sollte man sich der Einführung eines Kopfprotektors nicht verschließen. Der schweizer Klub Grasshoppers Zürich testete Stirnschützer bereits 2008 bei den Junioren. Auch Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich sagt: «Das müsste man sich mal genauer anschauen.»

Quelle:
NewsSport NewsBlutende Schädel – Warum wird Fußball nicht mit Helm gespielt?

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in | Sport

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Wut auf Facebook – Widerstand gegen die Chronik

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by on Januar 27, 2012 at 08:55

Die Ankündigung von Facebook war ein kleines, unauffälliges Update eines fast zwei Monate alten Eintrags auf dem Firmenblog. Auf wenigen Zeilen wurde den Nutzern ein Ultimatim verkündet, das viele als Affront empfinden. Die brisante Nachricht: In den kommenden Wochen werden alle Profile zwangsweise auf die sogenannte Timeline umgestellt, als Übergangsphase hält Facebook sieben Tage für ausreichend.

Gegen diese Entscheidung regt sich nun massenhafter Protest. Tausende Nutzer protestieren in kurzen Protestnachrichten gegen die Umstellung. «Sorry Herr Zuckerberg, aber ich finde es schlicht und ergreifend zum Kotzen, dass ich gezwungen werde, die Chronik zu nutzen. Sie vergessen wohl: Sie leben von den Nutzern und nicht umgekehrt. In Deutschland habe ich das Recht auf Meinungsfreiheit», beschwert sich beispielsweise ein Nutzer mit dem Usernamen Steven Schäfer unter der Ankündigung des Facebook-Mitarbeiters. Nutzerin Gabi Drews stimmt ihrem Vorkommentator zu: «Die Verpflichtung zur Chronik ist ein massiver Eingriff in mein Persönlichkeitsrecht und das Recht, selbst darüber zu entscheiden, welche Form von Facebook ich nutzen möchte.»

«Ich fühle mich entblößt. Ich würde gerne wissen, wie man das rückgängig machen kann. Ihr solltet die User entscheiden lassen, ob sie die Chronik nutzen wollen oder nicht», schreibt Axel Core. Und Jonathon Johnson hat einen guten Rat: «Liebes Facebook, es scheint so, als tust du alles in deiner Macht stehende, um zu sein wie MySpace. Bitte hör auf damit. Ich weiß nicht, ob du es wusstest, aber sie sind grandios gescheitert.»

Datenschützer warnen vor der Chronik

In der «Chronik» können Nutzer die Einträge ihrer Freunde auch über Jahre zurück abrufen – und dabei gezielt in Jahren oder auch Monaten nachschlagen. Stellt ein Nutzer die Möglichkeit nicht ab, so wird unter anderem auch sichtbar, wann er sich mit anderen Nutzern via Facebook «befreundet» hat. Außerdem versucht Facebook, über die interaktiven Lebensläufe an historisches Material seiner weltweit gut 800 Millionen Nutzer zu gelangen: Sie haben nun die Möglichkeit, Fotos aus ihrer eigenen Vergangenheit nachzutragen – bis zur Geburt.

Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass man nicht über längere Zeit zwei Darstellungsoptionen weiterentwickeln könne. Nutzer, die ihren Account bereits freiwillig auf die neue Timeline umgestellt hatten, wurde die Rückkehr zur alten Option verweigert. Doch es gibt offenbar Tricks, wie man unter Umständen seine alte Darstellungsoption wiederherstellen kann. Eine für die Browser Firefox und Chrome geeignete Erweiterung präsentiert chip.de auf seinen Seiten.

Daten- und Verbraucherschützer hatten bereits vor der «Chronik» gewarnt, als Nutzer diese noch freiwillig aktivieren konnten. Mit der jetzt angekündigten Pflicht schwillt die Kritik erneut an. «Die Hauptgefahr besteht wohl darin, dass der Nutzer angeregt oder angeleitet wird, aus seiner Vita Daten preiszugeben, die er zuvor nicht preisgegeben hätte», sagte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar der Nachrichtenagentur dapd. Damit werde der Nutzer immer transparenter.

Derweil machen sich schon erste zwielichtige Unternehmungen den Ärger der Nutzer zueigen. Seit der Ankündigung der Timeline-Option Mitte Dezember vergangenen Jahres häufen sich die Fälle, in denen offensichtlich Betrüger mit dem Versprechen, zur alten Darstellung zurückkehren zu können, an Nutzerdaten gelangen wollen. Dafür haben sie Facebook-Apps programmiert, die nach der Anmeldung ungewöhnlich umfangreiche Datenfreigaben von den Nutzern verlangen.

Quelle:
NewsMedien NewsWut auf Facebook – Widerstand gegen die Chronik

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