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Whitney Houston mit 48 gestorben

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by on Februar 12, 2012 at 16:58

Es war eine der brillantesten Karrieren der jüngsten Vergangenheit: Mit einem strahlenden Aussehen und einer drei Oktaven umfassenden Stimme wurde Whitney Houston zum Superstar der Musikwelt. Exorbitante Verkaufszahlen und Grammys säumten den Weg. Doch die Erfolge blieben nicht ungetrübt. Drogenkonsum und knallharte Karrierefixierung brachten Houston immer wieder Negativschlagzeilen ein. Zuletzt wurde es still um sie. Jetzt ist die Sängerin, Schauspielerin und Produzentin im Alter von 48 Jahren gestorben.

Geboren wurde Whitney Houston am 9. August 1963 im US-Bundesstaat New Jersey. Das musikalische Talent wurde ihr buchstäblich in die Wiege gelegt. Ihre Mutter Emily Drinkard, später Cissy Houston, war eine leidenschaftliche Gospelsängerin. Unter anderen unterstützte sie Superstars wie Elvis Presley oder Aretha Franklin als Backgroundsängerin. [...]

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Quelle: n24.de

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Das Netz formiert sich zum Massenprotest

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by on Februar 11, 2012 at 18:58

Im Netz braut sich derzeit ein Sturm zusammen, der sich in den kommenden Tagen zu einem ausgewachsenen Orkan entwickeln könnte. Nachdem sich online bereits seit Wochen der Protest gegen das weltweite Urheberrechte-Abkommen Acta (Anti-counterfeiting Trade Agreement) formiert, soll das Aufbegehren gegen das Internetabkommen jetzt auch auf die Straßen getragen werden.

Mehrere hundert Demonstrationen sind am Wochenende europaweit geplant, über 50 allein in deutschen Städten. Es könnte der erste Massenprotest der Netzgemeinde auf dem alten Kontinent werden. Ermutigt sind die Netzaktivisten durch das erfolgreiche Aufbegehren gegen Acta in Osteuropa. Unter dem Eindruck massiver Proteste haben dort Polen und Tschechien die Ratifizierung des Abkommens vorerst ausgesetzt. Am Mittwoch gab auch Lettland bekannt, die Abstimmung erst einmal auf Eis zu legen.

Hauptinitiator des Protestes auf politischer Ebene ist die Piratenpartei. In einer Presseerklärung der Freibeuter heißt es: «Die Piratenpartei ruft alle Mitglieder und Bürger dazu auf, sich an den europaweiten Protesten am 11. Februar gegen das am 26. Januar von der EU unterzeichnete Anti Counterfeiting Trade Agreement (Acta) zu beteiligen. Das vorgeblich als Handelsabkommen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie begründete Vertragswerk birgt in seiner derzeitigen Form zahlreiche Gefahren für die Bürgerrechte.»

Auch Grüne und Linke beteiligen sich an den Aktionen gegen das Abkommen. Die Bundesregierung erklärt dagegen, dass Acta nichts an der deutschen Rechtslage ändere. So langsam bekommen die verantwortlichen Politiker allerdings kalte Füße. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP, eine Befürworterin von Acta, ließ sicherheitshalber verlautbaren, dass die Liberalen jeglichen Netzsperren eine Absage erteilen.

Bei der Organisation spielen auch die Online-Netzwerke Facebook und Twitter eine entscheidende Rolle. Ob die Stopp-Acta-Initivative den Schwung aus dem Netz auch auf die Straße bringt wird maßgeblich an den Teilnehmerzahlen hängen.

Das Anti-counterfeiting Trade Agreement ist ein internationaler Handelspakt, der maßgeblich auf Druck der Film- und Musikindustrie in den USA zustande gekommen ist. Ziel ist die Durchsetzung von Urheberrechten auf internationaler Ebene. In der Kritik steht das Abkommen auch deshalb, da die Verhandlungen zu großen Teilen hinter verschlossenen Türen stattgefunden haben. Das Vertragswerk wurde bisher von der EU und zehn weiteren Staaten unterzeichnet. Auch das Europaparlamente muss es noch billigen.

Quelle: NachrichtenPolitik NachrichtenActa-Abkommen – Das Netz formiert sich zum Massenprotest

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Bigpoint

Die beliebtesten Autos der Deutschen

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by on Februar 5, 2012 at 18:42

«Wenn der ADAC ruft, kommt die Branche, und darauf sind wir stolz», sagt Peter Meyer, Präsident von Europas größtem Automobilclub. Besonders gerne kommen die Gäste, wenn es etwas zu gewinnen gibt. Die Verleihung der Gelben Engel in der Münchner Allerheiligen Hofkirche wurde so zum glamourösen Branchentreffen.

Als «Lieblingsauto der Deutschen» wurde der Audi Q3 prämiert. Die Ingolstädter sicherten sich damit zum dritten Mal den Gelben Engel in dieser Kategorie. Rund 330.000 Leser der ADAC Motorwelt sowie Besucher auf www.adac.de hatten abgestimmt, insgesamt standen 40 Modelle zur Wahl. Der Audi Q3 (31.466 Stimmen) lag am Ende vor dem BMW 1er (28.132 Stimmen) und dem Mercedes SLK (26.866 Stimmen).

BMW X5 ist bester Gebrauchter

Auch in anderen Rubriken hatte man im VW-Konzern Grund zur Freude. Als «Auto der Zukunft» wurde der VW Passat Ecofuel ausgezeichnet. Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit, Alltagstauglichkeit und Sicherheit sind der Expertenjury des ADAC in dieser Kategorie, die zum zweiten Mal vergeben wurde, besonders wichtig. Der Verkehrsclub lobte an dem Erdgasauto vor allem den schadstoffarmen Antrieb und die Vielzahl der erhältlichen Fahrerassistenzsysteme. Platz zwei ging in dieser Kategorie an den Toyota Prius 1,8 Hybrid, der dritte Rang an den Opel Ampera.

Im Bereich «Innovation und Umwelt» prämierte der Verkehrsclub ebenfalls eine Errungenschaft von Volkswagen: Die Multikollisionsbremse kann Folgekollisionen nach einem Erstcrash verhindern. Konzernchef Martin Winterkorn war entsprechend angetan von der Preisverleihung: «Ich glaube, wenn man hier beim Gelben Engel drei erste Preise gewinnt, und dann auch noch einen zweiten beim Thema Qualität, dann kann man als Konzern sehr zufrieden sein.»

Den angesprochenen Silber-Platz holte der Audi A5 in der Kategorie «Qualität». Dort hatte der BMW X5 die Nase vorn, Platz 3 ging an den Skoda Superb. Für die Kür des besten Gebrauchtwagen legte der ADAC die Pannenstatistik und die Kundenzufriedenheit der Rangfolge zugrunde. Ausgewertet werden dafür rund zwei Millionen Pannenberichte der Straßenwachtfahrer, dazu kommen Fragebögen, die von den Lesern der ADAC Motorwelt ausgefüllt wurden.

Dieter Zetsche wurde bei der achten Auflage des Gelben Engels als «Persönlichkeit des Jahres» geehrt. Die Laudatio hielt Ford-Geschäftsführer Bernhard Mattes. Der ADAC hob Zetsches erfolgreiche Unternehmensführung und seinen Einsatz für alternative Antriebe hervor: «Das macht mich stolz auf das Unternehmen», sagte der Daimler-Vorstandsvorsitzende bescheiden.

Einen kleinen Wermutstropfen inmitten der Feierlichkeiten gab es dann aber doch noch. ADAC-Präsident Meyer beklagte bei der Preisverleihung die stark gestiegenen Kosten für Autofahrer. Wer beruflich auf das Auto angewiesen sei, dürfe nicht vom Staat ausgebremst werden – eine Anpassung der Entfernungspauschale könne da eine erste Maßnahme sein.

Gelbe Engel, Goldenes Lenkrad, Auto des Jahres – unsere Fotostrecke zeigt, was die Auszeichnungen wert sind.

Quelle:
NachrichtenAuto NachrichtenGelbe Engel – Die beliebtesten Autos der Deutschen

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Facebook-Chronik spaltet die User

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by on Februar 5, 2012 at 18:37

Mit der Ankündigung, dass die Facebook-Chronik für alle Mitglieder zur Pflicht werde, verschreckte das soziale Netzwerk vor wenigen Tagen Datenschützer und Nutzer zugleich. Absolute Transparenz und Kontrollverlust über die eigenen Daten – die Innovation von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg schürte vor allem Unsicherheit und Skepsis.

Während die PR-Abteilung damit beschäftigt ist, die Gemüter zu besänftigen und zu betonen, dass dass das neue Layout sogar für mehr Sicherheit sorge und Inhalte weiterhin verborgen oder gelöscht werden könnten, spricht eine Nutzer-Umfrage eine ganz eigene Sprache. Der amerikanische Sicherheitssoftware-Entwickler Sophos befragte rund 4000 Facebooker zu den Neuerungen auf der Plattform.

Die überwältigende Mehrheit von 80 Prozent spricht sich darin gegen die Chronik aus. Genauer zeigen sich 51 Prozent besorgt über die Entwicklung, weitere 32 Prozent fragen sich, warum sie überhaupt noch bei Facebook sind. Zum Vergleich: Nur 16 Prozent mögen die Chronik oder sind bereit, sich damit zu arrangieren. Natürlich sind diese Zahlen bei einer Gesamtnutzerschaft von 800 Millionen nicht repräsentativ, ignorieren sollte man sie aber auch nicht.

Automatischer Datentransfer

Die Krux an der Facebook-Chronik ist: Nutzer werden nicht nur dazu animiert, neue Daten in ihr Profil einzuspeisen – auch solche, die sich mit der Zeit vor ihrem Netzwerkbeitritt befassen. Zahlreiche Applikationen (Musikplayer, Fotobearbeitung und Ähnliches) füttern Facebook automatisch mit neuen Informationen über die letzten Aktivitäten der Nutzer und machen diese sichtbar, oft ohne zu erfragen, ob das überhaupt erwünscht ist.

Die news.de-Leser teilen sich in zwei Lager, was die Änderungen im sozialen Netzwerk angeht. Chefe etwa glaubt, durch die Timeline werde Facebook nur noch besser. «Dank Facebook und Co. wurde ich schon vor einigen schrägen Bewerbern gewarnt … Wo die jetzt arbeiten, weiß ich nicht. Jedenfalls nicht in unserer Firma …», schreibt er. Yammi5 hingegen findet deutlich kritischere Worte: «Die sollen sich ihre Timeline irgendwo hinschieben.»

Und Rolf kommentiert auf der news.de-Facebook-Seite: «Bin sofort weg, wenn Chronik Zwang wird.» Entsprechende Protestgruppen wie «Die Timeline kommt … Ich gehe!» oder «FB Timeline Sucks» gibt es bereits. Letztere hat mehr als 15.000 Anhänger. Einen genauen Starttermin für die Umstellung in Deutschland gibt es nicht. Wenn es so weit ist, dürfte so mancher Nutzer allerdings erstaunt sein, wie viel er von sich schon preisgegeben hat.

Quelle:
NachrichtenMedien NachrichtenSoziales Netzwerk – Facebook-Chronik spaltet die User

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Facebook ist so wertvoll wie VW

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by on Februar 5, 2012 at 18:34

Wann geht Facebook an die Börse?

Am heutigen Mittwoch will Facebook den Börsenprospekt veröffentlichen, der die potenziellen Investoren mit den Geschäftszahlen des Unternehmens vertraut macht. Von der Vorlage des Börsenprospekts bis zum eigentlichen Gang an die Börse kann es aber noch Monate dauern. In dieser Zeit wirbt die Facebook-Führung um Gründer Mark Zuckerberg bei Investoren für ihr Unternehmen. Hilfe erhält Zuckerberg dabei von der US-Investmentbank Morgan Stanley; laut US-Medienberichten steht das Wall-Street-Haus endgültig als federführende Bank fest.

Warum geht Facebook an die Börse?

Grundsätzlich will Facebook Geld verdienen. Der Wert des Unternehmens wird schon seit Längerem sehr hoch eingeschätzt, ein Börsengang spült eine Menge Bares in die Kasse. Davon können neue Investitionen getätigt werden – für einen weiteren Wachstumskurs unabdingbar.

Außerdem werden Facebook-Gründer wie Marc Zuckerberg und langjährige Unterstützer durch den Börsengang reich, schließlich verkaufen sie Firmenanteile. Zudem bedeutet ein Börsengang natürlich auch einiges an Prestige – Facebook wird auf einen Schlag die neue Nummer eins der börsennotierten Internet-Unternehmen.

Für Google dürfte das ein schwerer Schlag sein. Bisher galt der Suchmaschinenriese als das wertvollste, bekannteste und erfolgreichste Unternehmen des Internetzeitalters. Ein so gigantischer Börsengang, wie ihn Facebook nun anstrebt, dürfte nicht nur am Selbstverständnis von Google rütteln, sondern sendet auch ein klares Signal an Nutzer und Werbekunden.

Wie viel nimmt Facebook durch den Börsengang ein?

Bisher galt der Börsengang von Google als der einträglichste, doch im Vergleich zu Facebook ist er nahezu lächerlich: Facebook peilt einen Ersterlös von fünf Milliarden Dollar an, Google konnte beim Börsengang 2004 nur vergleichsweise geringe 1,7 Milliarden Dollar erlösen. Microsoft generierte beim Börsengang die aus heutiger Sicht lächerliche Summe von 61 Millionen Dollar – allerdings im Jahr 1986, lange vor dem Internet.

Aber auch andere Internet-Unternehmen will Facebook in die Schranken weisen: Börsen-Newcomer wie Zynga, Groupon oder LinkedIn erlösten bei ihren Kapitalgängen allesamt weniger als 1 Milliarde Dollar.

Wie viel ist Facebook wert?

Der Gesamtwert des Unternehmens ist schon jetzt deutlich höher als die angestrebten Erlöse beim Börsengang: US-Medien gehen davon aus, dass Facebook beim Börsengang mit 75 bis 100 Milliarden Dollar bewertet wird (57 bis 76 Milliarden Euro). Damit würde der Senkrechtstarter vom Firmenwert her in einer Liga mit dem Autokonzern VW oder dem Industriemulti Siemens spielen.

Bei Google lag die Gesamtbewertung beim Börsengang 2004 zusammen mit den Aktien, die bei den Alteigentümern verblieben, bei 23 Milliarden Dollar. Bis heute sind daraus 189 Milliarden Dollar geworden. Facebook-Gründer Marc Zuckerberg hofft auf einen ähnlichen Werdegang. Durch den Handel dürften auch die Aktien – zumindest in den ersten Wochen – ansteigen und einen hohen Gewinn für Anleger und Facebook selbst bedeuten.

Wieso ist Facebook so wertvoll?

Facebook macht seinen Umsatz mit Werbung. Das Clou am «Modell Facebook»: Dadurch, dass Nutzer private Daten freiwillig in ihrem Facebook-Profil speichern, kann das Unternehmen die Werbung möglichst zielgruppenorientiert schalten. Jeder Nutzer bekommt also genau die Produkte angeboten, die ihn laut seinen bei Facebook geposteten Informationen interessieren.

So kann ein Unternehmen genau in seiner Zielgruppe werben. Facebook kann dafür mehr Geld vom Werbekunden verlangen. Deswegen sind die Informationen, die Nutzer über sich veröffentlichen, für Facebook ein sehr großer Schatz. Tag und Nacht werden Interessen, Fotos, Arbeitgeber und Vernetzungen mit anderen Personen ausgewertet, damit Facebook ein möglichst genaues Bild von seinen Usern bekommt.

Wie kann man Aktien kaufen?

Am besten man wartet auf den Börsengang und erwirbt die Aktien im ganz normalen Handel an der Börse. Für ganz Ungeduldige gibt es jedoch schon jetzt Möglichkeiten, sich am Unternehmen Facebook zu beteiligen. Die Investmentbank Goldman Sachs kaufte sich bereits beim sozialen Netzwerk ein. Anleger können nun von der Bank Anteile erwerben und so auf hohe Erlöse beim Börsengang wetten.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Firmenwerte von Ex-Mitarbeitern oder ehemaligen Investoren zu kaufen. Handelsplattformen wie Sharespost oder Second Market bringen private Käufer und Verkäufer zusammen – bei Sharespost werden Facebook-Aktien aktuell mit einem Wert von 89 US-Dollar bewertet. Pro Aktie, versteht sich. Es ist also nicht billig, sich mit Facebook-Anteilen einzudecken. Das ist wenig überraschend, schließlich ist die Nachfrage momentan sehr hoch, das Angebot aber sehr gering: Alle schon vor dem Börsengang verfügbaren Facebook-Aktien stammen aus dem Privatbesitz ehemaliger Investoren oder Privatanleger.

Trotzdem sollen schon Aktien im Wert von mehreren Hundert Millionen Dollar über Second Market gehandelt worden sein – ein Zeichen, wie hoch das soziale Netzwerk momentan bei Investoren im Kurs steht. Dabei lässt die amerikanische Wertpapieraufsicht nur Investoren mit einem Vermögen von mindestens 1 Million Dollar oder einem Einkommen von jährlich 200.000 Dollar zu. Damit fällt ein direktes Investment bei Facebook vor dem Börsengang für die meisten wohl aus.

Eine andere Möglichkeit ist es, in börsennotierte Unternehmen zu investieren, die Facebook-Anteile besitzen. 2007 kaufte zum Beispiel Microsoft 1,6 Prozent des sozialen Netzwerks. Sollten die Facebook-Aktien beim Börsenstart absolut durch die Decke gehen, könnte auch der Aktienkurs von Microsoft steigen – für Besitzer von Microsoft-Anteilen winkt eine Rendite.

Quelle:
NachrichtenWirtschaft NachrichtenBörsengang – Facebook ist so wertvoll wie VW

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Politiker auf Twitter «Besser als Sex»

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by on Januar 31, 2012 at 12:31

In die Öffentlichkeit trauen sich Politiker in der Regel nur dann, wenn sie an Wahlkampfständen oder in beliebten TV-Sendungen um Wählerstimmen kämpfen. Dass es sich dabei meist nur um kurzfristige Mittel zum Zweck handelt, verärgert die Bürger. Es überrascht nicht, dass die Deutschen über ihre Politiker meckern und häufig kritisieren, dass es kaum Möglichkeiten gibt, in einen echten Dialog mit ihnen zu treten.

Doch der Boom der sozialen Netzwerke zwingt auch die etablierten Parteien, sich mit den Möglichkeiten des Internets auseinanderzusetzen. Und siehe da: Plötzlich ist er gewünscht, der Kontakt zum Volk. Hinzu kommt der Erfolg der Piratenpartei, einer Generation von jungen Menschen, die es verstanden hat, das Kommunikationspotential des Internets für sich zu nutzen. Wer da weder altbacken wirken noch den Anschluss verpassen will, muss bereit sein, neue Wege zu gehen.

Einer davon heißt Twitter und ermöglicht es den Abgeordneten und Ministern politisches Tagesgeschehen zu kommentieren. Jeder Bürger, der selbst auf Twitter aktiv ist, kann die Politiker anschreiben. Nicht selten entsteht dabei auch ein kurzer Dialog. Am spannendsten wird es, wenn sich Politiker untereinander einen kleinen Schlagabtausch auf Twitter liefern.

Ein bisschen wie Fluch der Karibik

So hat der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, dieser Tage die politische Situation im Saarland kritisch kommentiert: «Gabriel schließt Rot-Grün-Rot aus und hält die Tür zur Großen Koalition sperrangelweit auf. Kämpfen für Rot-Grün geht anders!» Die Antwort der politischen Gegner ließ nicht lange auf sich warten. Diese kam vom stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Hubertus Heil: «Im Saarland solltet Ihr gemerkt haben, dass Jamaika für Euch und das Land der Fluch der Karibik ist.» Becks Konter: «Für SPD war die Große Koalition im Bund nicht gerade ein Jungbrunnen, aber Ihr sammelt Große Koalitionen wie andere Muscheln.»

Auseinandersetzungen wie diese sind keine Seltenheit. Jeder Twitternutzer kann lesen, worüber und wie politische Gegner auf Twitter über Koalitionen und Co. streiten. Insgesamt interessieren sich etwa 18.600 Leute für das, was Beck Tag für Tag in die digitale Welt schickt. Heil scharrt etwa 13.600 Anhänger hinter sich. Wer beide Politiker auf Twitter verfolgt, darf also mit bester Unterhaltung rechnen.

Erst seit September 2011 auf Twitter unterwegs ist Peter Altmaier, der Geschäftsführer der CDU/CSU. Mittlerweile lesen ihn regelmäßig etwa 6900 Twitterer. Selbst zu heißen Themen wie der Wulff-Affäre, dem Umgang mit den Journalistenfragen und den Antworten des Bundespräsidenten trägt Altmaier seine Meinung ins Internet: «Wünsche mir, dass Christian seine Anwälte an die Leine legt und die Fragen/Antworten ins Netz stellt», schrieb er auf Twitter. Damit traf Altmaier zwar den Nagel auf den Kopf, wie ihm die Mehrheit seiner Parteikollegen versicherten, bekam jedoch auch Ärger, weil er den Bundespräsidenten beim Vornamen nannte.

Soziale Netzwerke – Allheilmittel gegen die Politikverdrossenheit?

Es ist ein schwieriger Spagat, die politische Rolle und die der Privatperson glaubwürdig und authentisch ins Internet zu transportieren. Wem das gelingt, der erzielt Nähe. Und das ist es, was der Politik abhanden gekommen ist. Die Bevölkerung will sich wieder verstanden fühlen und spüren, dass sie Teil einer Demokratie ist. Dann geht sie auch zurück an die Wahlurne.

Soziale Netzwerke wie Twitter sind vielleicht nicht das Allheilmittel gegen die zunehmende Politikverdrossenheit. Aber sie können helfen, Dialoge aufzubauen, die in dieser unkomplizierten Form noch vor wenigen Jahren nicht möglich waren. Einige Politiker verraten im Internet sogar Geheimnisse aus Kindheit und Jugend oder schreiben über ihre Hobbies und das Lieblingsessen. Manch einem mag das vielleicht zu viel des Guten sein. Und doch hilft diese ungewohnte Offenheit dabei, das allzu staatstragende und volksfremde Bild eines Politikers den Wählern gegenüber zu korrigieren.

Jemand, der die sonst so starre und von Politkern gepflegte Sprache der aufgebrauchten Worthülsen durchbricht, ist die politische Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband. «Verschiedene, legitime Meinungen gegeneinander zu diskutieren ist besser als Sex», heißt es in einem ihrer letzten Twitternachrichten. Die 24-Jährige hat es verstanden, die Politik ihrer Partei rund um die Uhr zu kommunizieren. Dabei wird es nie langweilig: Offen, streitfreudig und fair lässt sich Weisband auf Diskussionen mit anderen Twitterern ein.

Ist Twitter so wichtig wie Wasser und Strom?

Auf Twitter hatte Weisband längst angedeutet, was dieser Tage offiziell vermeldet wurde: Die charismatische Hoffnungsträgerin der Piraten wird sich kein weiteres Mal als Kandidatin für den Bundesvorstand aufstellen lassen. Als Grund gibt sie gesundheitliche Probleme an. Schon auf Twitter hatte sie das in den vergangenen Tagen angedeutet.

Auch das: Eine Form von Nähe, die Weisband gegenüber ihren mehr als 17.800 Lesern auf Twitter aufrecht erhält. Peter Altmaier beantwortete den Grund für seine Twitteraktivitäten damit, dass das mittlerweile «so notwendig wie ein Anschluss für Wasser und Strom» sei. So hoch ist der Stellenwert der sozialen Netzwerke für den politischen Diskurs dann doch nicht. Aber Twitter und Co. zeigen, dass es sich lohnt, wenn Politiker lernen, sich zu überwinden und das Internet als Ort der Kommunikation verstehen und nutzen.

Quelle:
NewsPolitik NewsPolitiker auf Twitter – «Besser als Sex»

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