Homophobie • Schwule und Lesben reisen anders

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»Bevor der Autor bei Zeit.de in den Urlaub fliegt, informiert er sich, ob er am Reiseziel er selbst sein darf. Böse Überraschungen bleiben trotzdem nicht aus.[…]

[…] Für Homosexuelle stellen sich Verhaltensfragen ganz automatisch, wenn sie verreisen wollen. Die Planung von Urlaubs- und Geschäftsreisen sieht einfach anders aus als für die Mehrheit der Gesellschaft. Sie hat etwas Existenzielles. In welches Land kann ich gefahrlos einreisen? Wo muss ich mich nicht verstellen? Welche Kompromisse will ich eingehen, um mir eine weltberühmte Sehenswürdigkeit anzusehen?

Ich wähle Reiseziele auch nach solchen Kriterien aus. Nach Kapstadt bin ich gern gefahren, weil ich weiß, dass es eine gut verankerte Szene in der Waterkant gibt. In ländlichen Gegenden Südafrikas würde ich mich gleich unsicherer fühlen, weil trotz einer progressiven Gesetzgebung noch viele Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben herrschen. Überhaupt stehen nicht wenige Länder Afrikas auf meiner persönlichen Reise-Blacklist genauso wie Saudi-Arabien und Russland. Die Türkei reizt mich seit den Polizeiattacken auf Demonstranten der Pride-Parade im Frühjahr auch nicht mehr. […]«
© Textquelle (zitiert): zeit.de | Bildquelle: pixabay.com

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