Obama unterzeichnet Aufhebung von “Don`t ask, don`t tell”-Gesetz

WOANDERS ENTDECKT

17 Jahre lang bestand in den US-Streitkräften eine Richtlinie, die es bekennenden Homosexuellen verboten hatte, im Militär zu dienen.

Homosexuelle in den US-Streitkräften dürfen sich nun offen zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen. US-Präsident Barack Obama unterzeichnete am Mittwoch ein Gesetz, das die seit 17 Jahren bestehende Richtlinie „Don´t ask, don´t tell“ aufhebt. Bekennenden Schwulen und Lesben war der Militärdienst bislang verboten. In den US-Streitkräften galt die offizielle Regel, dass homosexuelle Soldaten nicht über ihre Neigung sprechen durften. Im Gegenzug war es Vorgesetzten untersagt, sie nach ihrer sexuellen Orientierung zu fragen.

Umgeben von hochrangigen Offizieren und Kongressabgeordneten sagte Obama, er sei stolz, das Gesetz zu unterzeichnen. Heldenmut und Opferbereitschaft würden in den Streitkräften nun nicht länger durch die sexuelle Orientierung definiert. Das Gesetz stärke die nationale Sicherheit, sagte der Präsident.

Obama hatte bereits während des Wahlkampfs 2008 versprochen, die umstrittene Regelung „Don´t ask, don´t tell“ aufzuheben. Zahlreiche Homosexuellen-Aktivisten waren am Mittwoch zu der Unterzeichnung des Gesetzes ins Washingtoner Innenministerium gekommen. „´Don´t ask, don´t tell´ ist vorbei und man muss nicht länger seine Integrität opfern“, sagte Luftwaffen-Major Mike Almy, der wegen seiner sexuellen Orientierung vor vier Jahren aus den Streitkräften entlassen worden war.

© focus.de | USA, Obama hebt „Don’t ask, don’t tell“-Richtlinie auf

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