Unter Männern – Schwul in der DDR

»Wie hat man als schwuler Mann in der sozialistischen Diktatur Ostdeutschlands gelebt und geliebt? Im ersten Dokumentarfilm über dieses Thema erzählen sechs Männer dem jungen Regisseur, wie es gewesen wäre, wäre er ein paar Jahre oder Jahrzehnte früher auf die Welt gekommen. Ihre Sichtweisen sind so individuell wie ihre Lebensgeschichten: ein ostdeutscher Punk, ein kirchlicher Schwulenaktivist, ein freidenkerischer Künstler, ein heimlich schwuler Lehrer, ein Immigrant aus Chile und ein Kunsthandwerker aus der Provinz machen deutlich:

Homosexualität gestern und heute

Als sich Klaus Wowereit 2001 auf dem SPD-Parteitag mit den Worten „Ich bin schwul und das ist auch gut so“ öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte, war das noch eine kleine Revolution. Mittlerweile haben es ihm andere Politiker und Prominente nachgetan und auch im Alltag nimmt die Akzeptanz von Schwulen und Lesben zu. Dennoch beweist der andauernde Streit um die Homo-Ehe, dass es offensichtlich immer noch Vorbehalte gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe gibt. […] […] Wo begann eigentlich

Lesben und Schwule in der DDR

Auch in der DDR erlebten die meisten Homosexuellen Angst und Schuldgefühle. Seit 1968 war Homosexualität in der DDR straffrei, doch sie blieb ein Tabu. Viele Homosexuelle gerieten in den dramatischen Konflikt zwischen Heimatliebe und Protest gegen den sie ignorierenden Staat. Manche wollten einfach nur „ganz normal leben“, manche wehrten sich gegen ihre Ausgrenzung, andere kämpften für Freiräume und Emanzipation. Argwöhnisch beäugt vom MfS, organisierten sie sich unter dem Dach der evangelischen Kirche. Die „Homos“ wurden