Westerwelle kritisiert russisches Schwulen-Gesetz

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich laut einem Medienbericht beim russischen Botschafter Wladimir Grinin über das umstrittene Gesetzesvorhaben gegen „homosexuelle Propaganda“ beschwert. Westerwelle habe dem Diplomaten bei einem Treffen am Montag mitgeteilt, dass die Initiative aus deutscher Sicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoße, berichtete das Portal „Spiegel Online“ am Dienstag. Das Gesetz würde die europäisch-russischen Beziehungen erschweren, beschrieb demnach ein Mitarbeiter Westerwelles dessen Position. Der Minister habe weiter gesagt, dass er als Freund Russlands und

Russland: Duma beschneidet Rechte von Homosexuellen

Schwule und Lesben sollen in Russland nicht mehr über ihre Sexualität reden dürfen. Nachdem mehrere Großstädte „Homosexuellen-Propaganda“ unter Strafe gestellt haben, droht nun auch ein landesweites Verbot. Vor der Duma kam es zu Zusammenstößen zwischen Aktivisten und fanatischen Gläubigen. Die russische Staatsduma hat erwartungsgemäß in erster Lesung ein umstrittenes Verbot von „Homosexuellen-Propaganda“ mit breiter Mehrheit angenommen. 388 von 450 Abgeordneten stimmten für den Entwurf. Er sieht für öffentliche Äußerungen über Homosexualität Geldstrafen bis zu umgerechnet

Russland kämpft gegen «Homo-Propaganda»

MOSKAU – Kassieren Schwule bald 15 000 Franken Busse, wenn sie sich öffentlich küssen? Es ist alles nur zum Schutz der Jugendlichen, sagen der Kreml und die russisch-orthodoxe Kirche. Deshalb wollen sie landesweit eine Busse für «Schwulen-Propaganda» einführen – und diese kann bis zu 15’000 Franken betragen. Schwule und Lesben dürfen demnach keine «Werbung» mehr für Homosexualität machen. Denn so entstehe der Eindruck, als sei die Liebe zum gleichen Geschlecht etwas völlig Normales, erklärt die Regierung.