Um die Homo-Ehe tobt ein globaler Kulturkampf.

BILD1204
Bildquelle: Boys Forever

So schreibt es Zeit Online in einem seiner Beiträge unter der Überschrift “ Homo-Ehe – Die Liebe der anderen“ dort heißt es dann: „Um die Homo-Ehe tobt ein globaler Kulturkampf. Die Konservativen fürchten sich vor dem Zerfall der Normalfamilie – und suchen die Schuld bei Lesben und Schwulen.“

Weiter schreiben die Autoren in Ihrem Beitrag: „Einen solchen globalen Kulturkampf hat es lange nicht gegeben. Der Streit um die Rechte von Homosexuellen entfesselt die Leidenschaften rings um die Welt, peitscht die Emotionen auf, in Russland, in Afrika ebenso wie in Europa und den USA. Fast scheint es, als sei dies die Frage, an der sich die Zivilität und Liberalität einer Gesellschaft entscheidet, wie einst an der Frage nach der Emanzipation der Juden.

In Frankreich gehen Hunderttausende auf die Straße, um gegen die Homo-Ehe zu protestieren und gegen das Recht von Schwulen und Lesben, Kinder zu adoptieren. Praktisch zeitgleich verhandelt der Supreme Court in Washington, das höchste Gericht der Vereinigten Staaten, über exakt die selben Fragen, und die Nation hört atemlos zu. Und in Deutschland stürzt die Ankündigung des Bundesverfassungsgerichts, im Frühsommer über die steuerliche Behandlung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen zu urteilen, die CDU in ideologische Zuckungen.

Wieso löst der Streit um die Homo-Ehe nahezu gleichzeitig in drei großen, liberalen Demokratien des Westens eine derart erbitterte Debatte aus?

Mit ein bisschen Abstand betrachtet, ist das aus mindestens zwei Gründen erstaunlich. Zum einen: Die reale gesellschaftliche Bedeutung des Problems ist minimal. Schwule und Lesben, die heiraten wollen, sind eine Minderheit in der Minderheit, noch weniger von ihnen wollen gemeinsam Kinder großziehen. In Deutschland gab es 2011 lediglich 27.000 eingetragene Lebenspartnerschaften, nur rund 7.000 Kinder lebten bei gleichgeschlechtlichen Paaren. Nicht einmal fünf Prozent der eheähnlichen Verbindungen, der sogenannten Pacs, die in Frankreich als Alternative zur Ehe geschlossen werden können, wurden von Homosexuellen eingegangen. Ähnlich ist die Situation in den Vereinigten Staaten. Auch die finanziellen Folgen einer steuerrechtlichen Gleichbehandlung von schwulen und lesbischen Paaren wären marginal, in Deutschland ebenso wie in den USA.“ […]

Den ganzen Artikel kannst du bei bei Zeit Online lesen.
Quelle: Zeit.de | Bildquelle: Boys Forever

Use Facebook to Comment on this Post

Hier ist Platz fuer deine ehrliche Meinung.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.