Was Heteros von Homos lernen können

WOANDERS ENTDECKT

CDU-Politikerin Katherina Reiche hat sich einmal gegen die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der herkömmlichen Ehe ausgesprochen, denn: „Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien.“ Nimmt man eine neue Studie zur Hand, ließe sich provokativ entgegnen: Und was, wenn Mann und Frau vielleicht gar nicht füreinander bestimmt sind?

Okay, das ist eine etwas reißerische Interpretation der von der Washington Post zitierten Untersuchung der Beratungsfirma PWC sowie des amerikanischen Families and Work Institute. 225 homo- und heterosexuelle Paare wurden dafür befragt, beide Partner verdienen Geld und leben seit mindestens einem Jahr zusammen. Das Ergebnis: Hetero-Paare können von homosexuellen Beziehungen durchaus lernen.

Gleichgeschlechtliche Paare kommunizieren demnach nicht nur besser miteinander, sie teilen die Hausarbeit auch so auf, dass beide Partner zufriedener damit sind. In Hetero-Beziehungen übernimmt immer derjenige (oder meistens: diejenige) mit dem geringeren Einkommen die stereotypisch „weiblichen Aufgaben“, also Putzen, Kochen, Wäsche. Der besserverdienende Partner hingegen macht mal was im Garten oder wäscht das Auto. Besonders stressig: Heterosexuelle Frauen, die Vollzeit arbeiten, verbringen im Schnitt doppelt so viel Zeit mit Hausarbeit wie ihr Partner. […]

© Textquelle: blog.zeit.de

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