Sind Schwule und Lesben die besseren Eltern?

Regenbogenfamilien polarisieren. Viele verstehen sie als »Nein« zur traditionellen Familie, die sich allerdings selbst in der Krise befindet. Umso empörter der Aufschrei jener, die an ihr festhalten wollen. Aber auch diese Frage steht im Raum: Sind Schwule und Lesben vielleicht die besseren Eltern, weil ihre Kinder Wunschkinder sind, weil sie vorurteilsfreier erziehen und für ein neues, modernes Familienbild stehen? Katja Irle zeichnet ein differenziertes Bild: Bedeutet die Akzeptanz von Regenbogenfamilien tatsächlich das Aus für die

Kinder in Regenbogenfamilien

Betrachtungen zum Kindeswohl unter Einbezug entwicklungspsychologischer AspekteDas Tabu der homosexuellen Elternschaft ist angesichts der liberaler werdenden Gesetzeslage und der steigenden Toleranz lesbisch-schwuler Lebensweisen in den letzten Jahren aufgeweicht. Die Forderung der sogenannten Regenbogenfamilien nach einer rechtlichen Gleichstellung wird seitens der Politik mit dem Argument abgewehrt, dass die eindimensionale Präsenz der Geschlechter beim Elternpaar den betreffenden Kindern kein optimales Aufwachsen ermögliche. Dies wird einerseits aus den Eigenschaften der homosexuellen Eltern abgeleitet, andererseits an Defiziten der kindlichen